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Die AWRM macht sich zukunftsfähig

Die Abfallwirtschaft ist wie kaum eine andere Branche im alltäglichen Leben verankert, denn alle Bürgerinnen und Bürger produzieren Abfälle und diese gilt es zu entsorgen. Ob es das Umweltmobil vor Ort, die verschiedenen Mülltonnen im Haushalt oder die Recyclinghöfe sind: die kommunale Abfallwirtschaft ist ständig präsent und erfüllt eine wichtige Entsorgungsfunktion.

Über die Einsammlung von Abfällen hinaus erfüllt die Abfallwirtschaft eine weitere wichtige Aufgabe. Die effiziente Verwertung der getrennt erfassten Abfälle leistet einen wichtigen Beitrag, Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen und damit natürliche Ressourcen zu schonen. Durch den zunehmenden technologischen Fortschritt in der Abfallwirtschaft, weg von der Deponierung hin zur Abfalltrennung und hochwertigen Nutzung, wurden in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Müllberge reduziert, sondern gleichzeitig ein gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Allein durch die Entwicklung der Abfallwirtschaft wurden mehr als 20 Prozent der international zugesicherten „Kyoto-Ziele“ Deutschlands erreicht.

Der neue EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft sowie ambitionierte Zielvorgaben auf Bundes- und Landesebene stellen die Abfallwirtschaft aktuell vor neue Herausforderungen. Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sollen einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Wirtschaft soll nachhaltiger werden, weg von der Wegwerfgesellschaft, hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft, in der Konsum vom Ressourcenverbrauch zunehmend entkoppelt wird.

Die jüngst begonnene Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts für den Rems-Murr-Kreis greift diese Zielvorgaben auf. Die kommunale Abfallwirtschaft, für die im Landkreis die Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR (AWRM) als öffentlich-rechtlicher Entsorger zuständig ist, hat bei der Gestaltung des Abfallsystems einen sehr weitreichenden Spielraum und damit auch die Möglichkeit, durch die richtigen Maßnahmen die Umsetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft bestmöglich zu unterstützen. In den kommenden 2 Jahren soll daher für den Rems-Murr-Kreis ein neues Konzept entwickelt werden, das den Weg zu einer Reduzierung des Restmüllaufkommens und einer optimierten Wertstofferfassung und -verwertung aufzeigen soll. Dabei sollen auch Themen wie das Dienstleistungsangebot der AWRM und das Gebührensystem auf den Prüfstand kommen und weiterentwickelt werden.
Für den Auftakt zur Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts haben sich die Verantwortlichen der AWRM gemeinsam mit den Mitgliedern des Verwaltungsrats in Klausur begeben. Im Anschluss an die letzte Verwaltungsratssitzung wurde das Wertstoffzentrum des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs Günzburg in Leipheim als ein Beispiel für die moderne Abfallwirtschaft besichtigt. Das im Jahr 2019 eröffnete Wertstoffzentrum gilt als das fortschrittlichste der Region und bietet mit einer überdachten Wertstoffannahme sowie großzügigen und übersichtlichen Verkehrsflächen für eine rasche Kundenabwicklung einen ausgezeichneten Bürgerservice. Die komplette Stromversorgung erfolgt autark durch Solarenergie. Neben der Wertstoffannahme wird auf dem Gelände ein Gebrauchtwarenkaufhaus betrieben, über das nicht mehr benötigte Gegenstände direkt weitergegeben werden können.

Die gesamte Bandbreite der kommunalen Abfallwirtschaft, die auf dem Weg zu einer modernen Kreislaufwirtschaft im Landkreis auf den Prüfstand kommt, wurde dem Verwaltungsrat am zweiten Tag vorgestellt. Bis Anfang November werden sich die Verwaltungsräte nun in den einzelnen Fraktionen mit dem Thema beschäftigen und entsprechende Anregungen einbringen, welche dann in das Abfallwirtschaftskonzept einfließen sollen.

Die Abfallwirtschaft ist ein Thema, das alle Bürgerinnen und Bürger im Rems-Murr-Kreis betrifft. Geplant ist daher, über die Internetseite der AWRM stets aktuell über den jeweiligen Sachstand des neuen Abfallwirtschaftskonzepts zu informieren. "Es ist mir ein besonderes Anliegen, neben den politischen Gremien auch die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einzubinden", so Landrat Dr. Sigel. "Das Thema Abfallvermeidung und -verwertung betrifft uns alle, sodass wir Anregungen unserer Bürgerinnen und Bürger in den Entwicklungsprozess mit einfließen lassen werden. Schließlich geht es gerade beim Thema Nachhaltigkeit um unser aller Zukunft", so Sigel weiter.