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#fehlamplatz – AWRM zieht Bilanz über die Biotonnenkontrolle

Über 50.000 Biotonnen wurden in den letzten vier Wochen auf Fremdstoffe kontrolliert. Hierbei fanden neben technischen Kontrollen durch Metalldetektoren am Müllfahrzeug Sichtkontrollen statt. Auch bei diesen visuellen Kontrollen wurde teilweise ein Handdetektor genutzt um Metalle aufzuspüren.

Besonders auffällig waren die zahlreichen Plastiktüten, die in den Biotonnen gefunden wurden. Interessant hier die Feststellung der Kontrolleure, dass auch in ansonsten ordentlich befüllten Biotonnen Plastiktüten gefunden wurden, in denen der Biomüll entsorgt wurde. Häufig wurden verdorbene Lebensmittel mitsamt der Verpackung entsorgt. Ob aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit - falsch bleibt die Vorgehensweise trotzdem.
Neben Plastik wurden teilweise auch Holzabfälle, Staubsaugerbeutel oder auch mineralisches Katzenstreu in den Tonnen gefunden. Vereinzelt wurden Pflanzen komplett mit Übertopf entsorgt, in verwelkten Blumensträußen sorgten Metalldrähte dafür, dass der Metalldetektor anschlug.

Auch wenn in den letzten Wochen fast 2.000 Tonnen ungeleert stehen bleiben mussten, will die AWRM mit der Aktion nicht strafen, sondern vielmehr verdeutlichen, was alles in der Biotonne nichts verloren hat. Durch den verstärkten Einsatz von Öffentlichkeitsarbeit soll die korrekte Entsorgung von Biomüll in den Fokus gerückt und deutlich gemacht werden, welche Auswirkungen die Fehlwürfe haben. Weltweit findet man Verschmutzungen durch Plastik oder andere Fremdstoffe, die weitreichende Folgen haben. Außerdem wird durch falsches Befüllen der Biotonne die Qualität des Kompostes verringert und eine aufwendige Entsorgung muss vorgenommen werden. All dem kann durch eine ordentliche Mülltrennung entgegengewirkt werden.

Zwar endet die konzentrierte Aktion der AWRM erstmal, in Sicherheit wiegen sollten sich die Müllsünder aber nicht. Nach wie vor erfolgen Kontrollen mittels des Detektors am Müllfahrzeug, der neben reinem Metall auch beschichtete Folien u.ä. erkennen kann. Des Weiteren will die AWRM auch in Zukunft Aktionen zur Verbesserung der Biomüllqualität durchführen.

"Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen", so Vorstandsvorsitzender Gerald Balthasar. "Es hat sich gezeigt, dass während des Kontrollzeitraums deutliche Verbesserungen bei der Qualität des angelieferten Biomülls erkennbar waren", so Balthasar weiter. So mussten deutlich weniger Störstoffe aussortiert werden als am Anfang der Kontrollen.

Auch Landrat Dr. Richard Sigel zieht eine positive Bilanz: "Die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Präsenz vor Ort hat deutlich Wirkung gezeigt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis können wir auf diese ersten Ergebnisse aufbauen und so mithelfen die Belastung der Umwelt zu reduzieren."

Informationen zur richtigen Entsorgung von Biomüll gibt es auch auf der Internetseite der AWRM www.awrm.de. Weiterführende Fragen zum Thema beantwortet die Abfallberatung unter 07151/501-9535 oder per Mail an info@awrm.de.