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#fehlamplatz – Rote Karte für Biomüllsünder

Schon seit zwei Wochen lässt die AWRM die Biotonnen im Landkreis kontrollieren. Wer seine Tonne falsch befüllt kam seither noch glimpflich davon. Zwar gab es bereits Verwarnungen in Form von Gelben Karten für vorhandene Störstoffe, geleert wurden die Tonnen aber trotzdem.

Mit Übergang in die Rotphase ab dem 24. August erhalten Tonnen mit Fehlwürfen künftig eine Rote Karte und bleiben ungeleert stehen. Das ist für die Nutzer der Biotonne nicht nur ärgerlich, sondern kann auch den Geldbeutel belasten. Wer die Fremdstoffe nicht aussortieren möchte, muss den gesamten Inhalt der Biotonne kostenpflichtig als Restmüll entsorgen. Entweder über einen gebührenpflichtigen Müllsack, wobei hier Umfüllen angesagt ist. Oder durch Bereitstellung der Biotonne bei der nächsten Restmüllleerung. Hierfür wird eine entsprechende Banderole benötigt. Kostenpunkt zwischen 10 Euro und 25 Euro pro Leerung, je nach Tonnengröße. Erhältlich sind Müllsäcke und Banderolen bei den Gebührenmarkenverkaufsstellen im Landkreis.

Mit ihrer Aktion steht die AWRM nicht alleine da. Zahlreiche deutsche Abfallwirtschaftsgesellschaften haben falsch befüllten Biotonnen den Kampf angesagt. Hauptproblem ist hierbei der hohe Plastikanteil im Biomüll. Gemeinsames Ziel der Abfallprofis ist die Sensibilisierung der Bürger für eine bewusstere bzw. sortenreine Mülltrennung und insbesondere die Reduzierung von Plastik im Biomüll.

Der hohe Plastikanteil schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Gesundheit. Das Aussortieren von Plastiktüten ist im Verarbeitungsprozess nicht zu 100 Prozent möglich. Die Folge ist, dass kleinste Plastikteilchen, sogenanntes Mikroplastik, in unserer Umwelt und im wertvollen Kompost und so letztendlich in der Nahrungskette landen können. Dadurch nimmt nicht nur in unseren Meeren die Verschmutzung mit Plastik zu. Auch die Mikroplastikverschmutzung an Land steigt stetig an.

"Helfen Sie mit, diese Umweltbelastung zu vermeiden. Jeder im Kreis kann durch sein eigenes Verhalten, beispielsweise beim Einkauf durch Vermeidung von Plastikverpackungen und durch das sortenreine Trennen von Biomüll seinen Beitrag leisten", so Landrat Dr. Richard Sigel.

Mit ihrer Kampagne will die AWRM gemeinsam mit dem Landkreis auf diese Missstände hinweisen. Im Vordergrund soll hierbei die Aufklärung stehen. In dem Zusammenhang weisen die Verantwortlichen ein weiteres Mal darauf hin, dass auch Folienbeutel aus Bioplastik nicht zum Sammeln von Biomüll verwendet werden sollen. Auch wenn diese Beutel zertifiziert sind, bauen sie sich nicht schnell genug in der Biovergärungsanlage ab. Weiterer Nachteil ist, dass die Beutel oft nicht von herkömmlichen Plastiktüten unterschieden werden können und dadurch schon bei der Anlieferung aussortiert werden. So geht wertvoller Biomüll, der zur Erzeugung von Dünger und Energie genutzt werden kann, verloren.

Informationen zur richtigen Entsorgung von Biomüll gibt es auch auf der Internetseite der AWRM. Weiterführende Fragen zum Thema beantwortet die Abfallberatung unter 07151/501-9535 oder per Mail an info@awrm.de